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AGROB BUCHTAL, 17.01.2018 Allgemein
Wasserwerk Brunnenstraße, Homburg/Saar
Funktionalbauten können auch ästhetisch sein...

(Trink-)Wasser ist der Ursprung allen Lebens und daher im wahrsten Sinn des Wortes wohl das wichtigste “Lebensmittel“ überhaupt. Es wird zu Recht streng kontrolliert und von jedem von uns mehrmals täglich benutzt: Der Pro-Kopf-Verbrauch in deutschen Privathaushalten liegt bei mehr als 120 Litern täglich, wobei Deutschland in Sachen Wasserqualität und –versorgung sicherlich zu den privilegiertesten Staaten weltweit gehört. Grundvoraussetzung dafür ist eine entsprechende Infrastruktur, deren Rückgrat die einzelnen Wasserwerke bilden: Sie sind stille Helden des Alltags, die rund um die Uhr ihren Dienst versehen. In der Natur der Sache liegend handelt es sich in erster Linie um funktionale Zweckgebäude. Dass dies durchaus mit gestalterischem Anspruch verbunden werden kann, belegt ein Wasserwerk in Homburg/Saar in der - nomen est omen - Brunnenstraße: Die Anlage stammt aus den 1950er Jahren. Aufgrund des wachsenden Bedarfs wurde eine Erweiterung erforderlich, die durch konzeptionelle Stringenz und unprätentiöse Zurückhaltung überzeugt.

Die Aufgabe
Neben diesem Ausbau des Wasserwerkes um drei weitere Aufbereitungsstufen (Aktivkohle, chemische Entsäuerung, physikalische Entsäuerung) sollte auch Platz für ein Blockheizkraftwerk und Lagerflächen geschaffen werden. Demnach galt es, drei verschiedene Nutzungen mit unterschiedlichen Raumprofilen planerisch zusammenfassen. Für die architektonische Umsetzung dieser reizvollen Aufgabe vertrauten die Stadtwerke Homburg/Saar auf das Büro Molter Linnemann Architekten BDA (Kaiserslautern). Für den Bereich Technik, Technische Gebäudeausstattung und Tragwerk zeichnete die Obermeyer Planen + Beraten GmbH (ebenfalls aus Kaiserslautern) verantwortlich.

Das Konzept
Die grundsätzliche Intention von Molter Linnemann Architekten bestand darin, eine sensible Ergänzung zu realisieren, um so ein harmonisches Ganzes zu schaffen. Dazu wurde der T-förmige Bestand durch einen neuen Querriegel ergänzt, so dass sich nun ein H-förmiges Gesamtensemble ergibt. Integration und Kontinuität spiegelt sich auch darin wider, dass sowohl der Alt- als auch der Neubau aus einer Mauerwerkskonstruktion bestehen und somit Gleichklang in Bezug auf die architektonische Anmutung artikulieren. Dagegen sollten die drei Funktionsbereiche insbesondere über differenzierte Eingangssituationen ablesbar sein. Eine gravierende Rolle dabei spielt trapezförmiges Aluminium, das dem Nutzungscharakter entsprechend gestalterisch-funktional eingesetzt wird:
  • Am Haupteingang als visuelle raumhaltige Präsenz,

  • beim Tor zum Blockheizkraftwerk zur Erzeugung einer wandbündigen Öffnung ohne sichtbaren Rahmen als psychologische Sicherung dieser technischen Anlage,

  • vor dem Lager als schützendes Dach.

Die Farbsprache
Das mit Blautönen versehene Mauerwerk und die perforierte Metallfassade bilden eine gestalterische Einheit. Die Wirkung changiert ständig mit wechselndem Lichteinfall ähnlich wie das den Himmel reflektierende Wasser. Dieser Bezug zu diesem Ur-Element wird variiert und abstrahiert im Innenbereich aufgegriffen durch den wandbekleidenden Fliesenspiegel, der die verschiedenen Bereiche raum- und etagenübergreifend zusammenfasst und verbindet. Dafür wählte man Architekturkeramik des Systems ChromaPlural der Marke AGROB BUCHTAL. Auslöser dafür waren die überzeugenden praktischen und ästhetischen Vorzüge: Die breite und fein abgestufte Farbpalette erlaubt differenzierte Konzepte, die in sich schlüssig sind, aber zugleich hohen individuellen Freiheitsgrad bieten.

Das Ergebnis
Die Summe der planerischen Details führt dazu, dass das Wasserwerk seine Wurzeln und seine Funktion nicht künstlich verleugnet, sondern homogen-dezente und zeitgemäße Präsenz vermittelt. Insofern ein gelungenes Beispiel für zeitgemäße Architektur mit authentischen und nachhaltigen Materialien.

www.molter-linnemann.de / www.opd.de

„Bautafel“:
Projekt:
Wasserwerk Brunnenstraße, 66424 Homburg / Saar
Bauherr: Stadtwerke Homburg GmbH, Lessingstraße 3, 66424 Homburg / Saar
Architektur: Molter Linnemann Architekten BDA, Am Altenhof 11-13, 67655 Kaiserslautern
Technik / TGA: Obermeyer Planen + Beraten GmbH, Brüsseler Straße 5, 67657 Kaiserslautern
Konstruktion: Obermeyer Planen + Beraten GmbH, Biebricher Allee 36, 65187 Wiesbaden
Flächen: Erdgeschoss 325 m² / Untergeschoss 145 m² / Obergeschoss 138 m²



Kontakt
Werner Ziegelmeier (Leiter Public Relations)
Phone: +49 (0)9435 / 391-33 79
Mobile: +49 (0)160 / 90 52 71 59
Fax: +49 (0)943 / 391-30 33 79
Email: werner.ziegelmeier@deutsche-steinzeug.de

Bildquellenangabe (alle Motive): Molter Linnemann Architekten BDA, Kaiserslautern



 
Motiv 1

Der T-förmige Bestand (mit Dachstuhl) wurde ergänzt durch einen neuen Querriegel (Flachdach), so dass sich nun ein H-förmiges Ensemble ergibt
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Motiv 2

Der Neubau fügt sich unaufgeregt und dezent ein. Durch wohlproportionierte Dimensionen und klare Formensprache vermittelt er sachliche Modernität.
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Motiv3

Grundriss des neuen Querriegels (siehe auch Motiv 1)
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Motiv 4

Je nach Lichteinfall changiert das mit Blautönen versehene Mauerwerk und die perforierte Metallfassade - ähnlich wie Wasser, das den Himmel reflektiert.
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Motiv 5
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Motiv 6

Der Wandfliesenspiegel (System ChromaPlural von AGROB BUCHTAL) transferiert die Farbsprache von außen nach innen und ist eine Reminiszenz an das Ur-Element Wasser. Der keramische Belag verbindet die einzelnen Bereiche raum- und etagenübergreifend (siehe Motiv 7) und fungiert so als Key Visual und identitätsstiftendes Bindeglied.
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Motiv 7
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Motiv 8
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